How to Nominate Professor Ilham Tohti for the
2019 Nobel Peace Prize

 

Why nominate Ilham Tohti?

  

Ilham Tohti, an economics professor at Minzu University in Beijing, has demonstrated an unparalleled commitment to peaceful dialogue between Uyghurs and the Han Chinese majority in China. Despite Professor Tohti’s dedication to nonviolence and reconciliation, in September 2014, he was subject to an unfair trial and sentenced to life in prison. Professor Tohti’s courageous work embodied the insight and guidance on inter-ethnic problems that should be embraced by Chinese officials. Instead, the government has chosen to silence Professor Tohti and to carry out a comprehensive program of repression of Uyghur, Kazakh, and other Muslim peoples in the Xinjiang Uyghur Autonomous Region.

 

Mass detention centers now hold a minimum of 800,000 Uyghurs and other Turkic Muslims, and possibly over 2 million, according to the U.S. State Department’s Senate testimony December 4, 2018.

 

Camp survivors who have reached safety describe starvation diets, torture, forced indoctrination, sleep deprivation, forced swallowing of unknown medications, withholding of medical care, and a high rate of deaths in custody. The camps are best described as modern-day concentration camps, and the largest detention of an ethnic minority since WWII.

 

Nomination deadline: January 31, 2019

 

A nomination may be submitted by, among other categories:

 

  • University professors, professors emeriti and associate professors of history, social sciences, law, philosophy, theology, and religion
  • University rectors and university directors (or their equivalents) 
  • Directors of peace research institutes and foreign policy institutes
  • Legislators

 

More on Ilham Tohti

 

Ilham Tohti: A Short Introduction | Updated Dec 10, 2018

An open letter on Ilham Tohti’s life | Signed by 39 Chinese and Uyghur scholars | Sept 4, 2018

Hundreds of academics urge China to free Professor Ilham Tohti | Amnesty International | 2016

Ilham Tohti, Uighur imprisoned for life by China, wins Martin Ennals human rights prize | 2016

Ilham Tohti should get the Nobel peace prize, not life in prison | Sept 24, 2014

 

Nominate Online: https://www.nobelpeaceprize.org/Nomination/Nominator-application-form 

 

Or by mail:

Norwegian Nobel Committee

Henrik Ibsens gate 51

0255 Oslo

Norway

 

 

 

Parlamentarisches Frühstück

„Zur Lage der Menschenrechte

in Xinjiang“

 

Am 7. November 2018 luden die Bundestagsabgeordneten Margarete Bause, Bündnis 90/Die Grünen, und Michael Brand, CDU, im Rahmen eines Parlamentarischen Frühstücks zu einer Anhörung zur Situation der Uiguren in den Bundestag ein. Die Ilham Tohti Initiative, die Gesellschaft für bedrohte Völker und internationale Gäste berichteten über die aktuelle Situation in der Heimat der Uiguren, über die so genannten "Umerziehungslager" und die chinesische Expansionspolitik, speziell das Projekt „Neue Seidenstraße (One Belt, One Road) sowie über das Schicksal des uigurischen Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Ilham Tohti.

 

Der Zeitpunkt dieser Anhörung war gewählt, weil sich das Parlament am 8. November 2018 erstmalig in einer 45-minütigen Debatte mit einem Antrag unter dem Titel „Schwere Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang aufklären und ahnden“ beschäftigen wird, den Bündnis 90/Die Grünen vorlegen wollen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, sich auf nationaler und europäischer Ebene sowie vor dem UN-Menschenrechtsrat dafür einzusetzen, dass China die „Strike Hard Campaign against Violent Terrorism“ beendet und seine Verpflichtungen aus internationalen Menschenrechtskonventionen einhält.

 

Anschließend wurde diese Vorlage zur federführenden Beratung an den Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe überwiesen.

Siehe Tagesordnungspunkt 27 im Protokoll der Bundestagsdebatte vom 08.11.2018:

http://dipbt.bundestag.de/doc/btp/19/19061.pdf 

 

9. November: Die chinesische Botschaft hat auf ihrer Webseite eine Erklärung mit einer diplomatischen Protestnote veröffentlicht. Sie kritisiert die Debatte als Einmischung in die inneren Angelegenheiten und grobe Verletzung der Souveränität Chinas. Indirekt wird darin auch mit Konsequenzen für die deutsch-chinesischen Beziehungen gedroht.

 

 

  • Ilham Tohti erhält den Prize for Freedom 2017

Die Liberale Internationale (Liberal International), ein 1947 gegründeter Weltverband der liberalen Parteien mit Sitz in London, hat einstimmig beschlossen, den Prize for Freedom in diesem Jahr an Ilham Tohti zu vergeben.

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Sitzung des Liberal International Human Rights Committee am 30. November 2017 in Den Haag, Niederlande, statt.

Frau Prof. Marie Holzman und Herr Enver Can von der Ilham Tohti Initiative e.V. nahmen den Preis entgegen.

 

  • Ilham Tohti erhält den Citizen Power Award
    Am 16. November 2017 erhielt Ilham Tohti den Citizen Power Award der Initiatives for China, einer Organisation, die sich für einen friedlichen Übergang Chinas zur Demokratie einsetzt. Der Preis wurde im Rahmen der 12. Interethnic / Interfaith Leadership Conference in Tokio von dem Gründer der Initiative, Dr. Yang Jianli, und MP Michael Danby, Mitglied des australischen Parlaments, an Enver Can, dem Vorsitzenden der Ilham Tohti Initiative e.V., überreicht.

 

  • Weimar und chinesische Hacker?

    Am 30. Juni 2017 gab die Stadt Weimar bekannt, dass sie den diesjährigen Menschenrechtspreis an Ilham Tohti vergeben wird. Seit Anfang Juli werden die offizielle Webseite der Stadt gehackt und Nachrichten über den Preis und die Vergabe-Zeremonie gelöscht. Eine Mitarbeiterin der chinesischen Botschaft in Berlin protestierte telefonisch gegen die Vergabe des Preises an einen „chinesischen Kriminellen“ und auch auf diplomatischer Ebene soll Peking gegen den Preis protestiert haben.

    Der Weimarer Stadtrat hat die Polizei um Aufklärung der Hackerangriffe gebeten und wird nicht von seiner Entscheidung abweichen: Der Preis wird am 10. Dezember 2017, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, in öffentlichem, festlichem Rahmen an Ilham Tohti verliehen.
    https://chinachange.org/2017/11/08/the-city-of-weimar-in-germany-saw-its-website-attacked-for-giving-human-rights-prize-to-uighur-professor-ilham-tohti/
     

 

 

  • Ilham Tohti erhält den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar 2017.
    Auf Vorschlag der Ilham Tohti Initiative und der Gesellschaft für bedrohte Völker ehrt die Stadt Weimar in diesem Jahr Ilham Tohti mit ihrem Menschenrechtspreis.

 Der Preis wird am 10. Dezember 2017 im Rahmen einer Festveranstaltung im Weimarer Stadtschloss verliehen und ist mit einem Preisgeld in Höhe von EUR 5.000 ausgestattet. Ilham Tohti wird dabei nicht allein durch die feierliche Verleihung des Menschenrechtspreises gewürdigt, sondern erhält auch die volle Unterstützung durch die höchsten Vertreter der Stadt, die sich mit Petitionen und weitreichendem Engagement für sein Wohl und seine Unversehrtheit einsetzen werden.

 Wir danken dem Vergabebeirat und hoffen, dass Ilham Tohtis Tochter, Jewher Ilham, aus Amerika nach Weimar kommen kann, um den Preis für ihren Vater entgegenzunehmen.

https://stadt.weimar.de/aktuell/presse/mitteilung/menschenrechtspreis-2017-geht-an-den-chinesen-ilham-tohti/

 

 

  • Anlässlich des Menschenrechtsdialogs der EU mit China am 22./23. Juni 2017 veröffentlichte Sophie Richardson, Direktorin der China-Abteilung von Human Rights Watch, folgenden Artikel: 

https://www.hrw.org/news/2017/06/19/eu-suspend-china-human-rights-dialogue